Der Bürgermeister informiert


ausfallen.

Dennoch gehe ich zuversichtlich in dieses Jahr, da ich sicher bin, dass es uns gelingen wird, die Krise zu überwinden, wenn wir alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Virusbekämpfung ausschöpfen, von Abstandsgeboten über die Reduzierung von Kontakten bis hin zum Impfen.

Vor allem eine hohe Impfquote stellt meiner Meinung nach ein probates Mittel dar, um der Pandemie begegnen zu können. Daher wollte ich an dieser Stelle die bereits Geimpften bitten, sich „boostern“ zu lassen, vor allem aber die bisher noch nicht Geimpften ermutigen, sich in diesem neuen Jahr impfen zu lassen.

Ich weiß natürlich, dass die Frage der Impfung im Moment in unserer Gesellschaft viel diskutiert wird und sehr umstritten ist. Letzten Endes geht es dabei um Freiheit. Die Freiheit ist ein auch vom Grundgesetz geschütztes hohes Gut in unserem Zusammenleben. Freiheit findet aber immer ihre Grenze dort, wo es um die Freiheit der anderen geht und sie diese einschränken würde. Nun betrifft jede Entscheidung und jedes Verhalten in der Pandemie auch die Menschen im Umfeld wie Nachbarn, Freunde, Kollegen und Verwandte. Meine Entscheidungen haben diesbezüglich Auswirkungen auf die Gesundheit und damit auch auf die freie Entfaltung der anderen und der gesamten Gesellschaft.

Freiheit bedeutet daher - richtig verstanden – nicht machen zu können, was man möchte, sondern in freier Entscheidung das machen zu dürfen, was der Verantwortung entspricht, die man hat.

Eine freiheitliche Entscheidung in Verantwortung setzt natürlich voraus, dass man unvoreingenommen und vorurteilsfrei die Argumente zur Kenntnis nimmt und für sich abwägt. Dabei ist für mich persönlich entscheidend, dass wir angesichts der massiven Einschränkungen, die unsere gesellschaftliches Leben nunmehr im dritten Jahr erfährt, alle Möglichkeiten nutzen sollten, die uns die Medizin an die Hand gibt, um diese Krise zu bewältigen.

Daher mein dringender Appell an Sie alle: Lassen Sie sich impfen!

Warten Sie nicht auf eine Impfpflicht, die möglicherweise beschlossen werden wird. Nehmen Sie Ihre Freiheit wahr. Nutzen Sie die Informationsmöglichkeiten, die es zu diesem Thema gibt und treffen Sie eine neu, fundierte Entscheidung, indem Sie die Lage ggfs. neu beurteilen. So sind inzwischen ja auch die ersten „Totimpfstoffe“ in der Zulassung. Vielleicht ändert dies für Sie die Beurteilung der Lage.

Mein Freiheitsappell richtet sich übrigens auch an die bereits Geimpften:

Eine Impfung dient nicht dazu, dann die eigene Freiheit unbegrenzt leben zu können. Dazu gibt es zu viele Impfdurchbrüche. Auch als geimpfte Person kommt es auf verantwortliches Handeln zum Schutz anderer an, was sich beispielsweise in der Einhaltung von Maskenpflicht und Abstandsregeln zeigen kann.

Lassen wir uns nicht auseinanderdividieren. Das würde unserem Gemeinwesen auch nach der Lösung der medizinischen Probleme einen bleibenden Schaden zufügen. Gehen wir aufeinander zu! Damit meine ich nicht eine Intensivierung der Kontakte zum jetzigen Zeitpunkt, sondern eine Offenheit für die Positionen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Hinweisen möchte ich auf meine nächste Sprechstunde, die am Donnerstag, 20. Januar 2022, von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr im Rathaus stattfinden wird.

Aufgrund der aktuellen Situation bitte ich Sie wieder darum, sich vorher anzumelden unter 07534 801-121 bzw. Sekretariat@reichenau.de.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolfgang Zoll, Bürgermeister