Schutz der Vögel beim Wassersport im Winter
Um die Wasservögel im Winter möglichst wenig zu beeinträchtigen, ist eine Distanz von mindestens 300 Metern zu Wasservögeln zu wahren und Winterruhezonen wie der Markelfinger Winkel, die Halbinsel Mettnau, das Wollmatinger Ried sowie die Mainaubuchten „Untere und Obere Güll“ zu meiden. Zum Einstieg ins Wasser sollen nur bestehende Häfen und Slipanlagen genutzt werden. Außerdem soll ein ausreichender Abstand zu den Schilfgürteln im Flachwasserbereich gehalten werden und nur bei Tageslicht gepaddelt werden. Das Paddeln in der Dämmerung und in der Dunkelheit ist für die flüchtenden Tiere eine Gefahr, da sie im Dunkeln leicht die Orientierung verlieren.
In den Monaten November bis März leben in den Rastgebieten im Landkreis Konstanz jeweils zwischen 15.000 und 40.000 Wasservögel. Durch die Wassersportler werden diese Vögel aufgeschreckt. In den Wintermonaten ist dies besonders gravierend, da die Vögel durch das Auffliegen viele Fettreserven verbrauchen, welche sie für den kräftezehrenden Rückflug zu ihren Brutgebieten im Norden benötigen.