Änderungen im Bereich ÖPNV


Ab Dezember gibt es eine Vielzahl an Änderungen im Bereich des ÖPNV. Hierüber möchten wir Sie informieren.

1. Buslinie 203 - Anbindung Waldsiedlung
Mit der Ausschreibung und Neuvergabe des regionalen Busbetriebes konnte die seit langem gewünschte Anbindung des Ortsteiles Waldsiedlung realisiert werden, sodass zukünftig eine Verbindung zwischen dem Bahnhof Reichenau und der Waldsiedlung besteht. Zudem verbindet die neue Linie 203 nicht nur die Waldsiedlung mit dem Bahnhof Reichenau, sondern auch mit dem Bahnhof Allensbach, wodurch eine regelmäßige Anbindung an den Seehas gewährleistet ist. In die andere Fahrtrichtung führt sie über den Bahnhof Reichenau bis nach Wollmatingen.
Aufgrund der derzeitigen Baumaßnahme an der B33 muss die Linie allerdings vorerst mit Einschränkungen betrieben werden. In Gesprächen mit dem Amt für Nahverkehr und Straßen sowie der Straßenverkehrsbehörde zeigte sich, dass provisorisch eine Bushaltestelle für die Waldsiedlung unterhalb des Kreuzungsbereichs Buchbrünnleweg an der Gemeindeverbindungsstraße geeignet wäre. Ein Einfahren in die Waldsiedlung ist aufgrund des Kursverlaufes von Konstanz bis Langenrain zeitlich nicht realisierbar. Sobald die B33 in diesem Bereich fertiggestellt ist, ist pro Fahrtrichtung eine Bushaltestelle zwischen dem zukünftigen Kreisverkehr (auf der jetzigen B33) und der Kreuzung Gemeindeverbindungsstraße/Am Paffenmoos vorgesehen.

2. Buslinie 204 – Anbindung Niederzell
Die Buslinie 204 verbindet zukünftig das Festland mit der Insel. Hierbei konnte die bisher durch die Gemeinde finanzierte Taktverdichtung in die Planungen des Landkreises aufgenommen und berücksichtigt werden. Zukünftig ist somit zu den Hauptpendlerzeiten ein Halbstundentakt gewährleistet. Aufgrund der noch nicht planfestgestellten und daher noch nicht umgesetzten Neugestaltung des Bahnhofes muss die Linie 204 vom Bahnhof Reichenau zum Wenden in den Ortsteil Waldsiedlung fahren, wird dort die provisorische Haltestelle mitbedienen und im Bereich Am Dachsberg (vermutlich in der Nähe vom Möbel Braun) seine Ruhezeit einlegen.
Die Anbindung von Niederzell wurde mit dem Amt für Nahverkehr und Straßen intensiv besprochen. Leider kann eine Anbindung von Niederzell mit der Fahrplanumstellung nicht erfolgen. Das Verkehrsunternehmen hat mit einer Standzeit geplant, die auch als Pausenzeit genutzt wird. Da über den gesamten Dienst ausreichend Pausen vorgeschrieben sind, kann diese Zeit somit nicht genutzt werden, um den Ortsteil Niederzell mit anzubinden. Zusätzlich sei darauf hingewiesen, dass bei einer Anbindung von Niederzell für eine Wendemöglichkeit des Busses auf dem hinteren Parkplatz mind. 4 Parkplätze entfallen würden. Aufgrund der Standzeit lässt sich leider auch die Idee des Rundkurses nicht umsetzen. Die zuvor auf der Insel zugestiegenen Fahrgäste müssten mind. 10 Minuten an der Haltestelle „Reichenau Museum“ auf die Weiterfahrt warten.
Eine Prüfung, ob im Rahmen einer Überplanung dieser Linie ein Rundkurs und/oder eine Anbindung von Niederzell möglich ist, kann aufgrund des damit verbundenen Aufwands (z.B. Berücksichtigung der Umstiegszeiten am Bahnhof Reichenau, die nicht zu lang werden dürfen) derzeit nicht vorgenommen werden. Aufgrund der Arbeiten für die Betriebsaufnahme der Ausschreibungsfahrpläne zum 01.01.2020 stehen beim Amt für Nahverkehrs und Straßen keine Kapazitäten zur Verfügung. Eine solche Prüfung kann erst nach der Betriebsaufnahme (und der Behebung der üblicher Weise damit verbundenen Probleme) in Angriff genommen werden.
Im Gemeinderat soll das Thema Anbindung Niederzell sowie Buskurs im Frühjahr 2020 besprochen werden, um eine eventuelle Änderung zeitnah mit dem Amt für Nahverkehr und Straßen erreichen zu können. Dies ist teilweise aber auch vom Planfeststellungsverfahren an der Gemeindeverbindungsstraße abhängig

3. Haltestelle Kindlebildkapelle
Zur Aufwertung des Parkplatzes Kindlebildkapelle bestand die Überlegung, die bisher wenig genutzte Haltestelle am Bruckgraben aufzulösen und stattdessen im Bereich des Kreisverkehres zu etablieren. In Gesprächen mit den Naturschutzbehörden des Landkreises, des Regierungspräsidiums, dem NABU sowie der Straßenverkehrsbehörde und dem Amt für Nahverkehr und Straßen konnte für die Einrichtung einer Haltestelle im Bereich Kindlebildkapelle das Einverständnis eingeholt werden. Derzeit wird eine Planung der Haltestellen durch das Büro Eberhard und Partner durchgeführt. Die Planung sieht vor, dass inselauswärts eine Haltestelle auf der L221 auf Höhe der Querungshilfe vor dem Kreisverkehr eingerichtet wird. Da an dieser Haltestelle in der Regel nur Fahrgäste aussteigen und dieser Vorgang aus Sicht der Verkehrsplaner 30 Sekunden bis 1 Minute dauert, stehen einer Haltestelle auf der L221 keine Bedenken entgegen. Inseleinwärts könnte die Behelfsauffahrt zum Damm als Haltebucht genutzt werden. Im Zuge der Planung wird eine Realisierung ebenfalls überprüft.

4. Neugestaltung Bahnhofsvorplatz bzw. Öffnung der Gemeindeverbindungsstraße
Das Planfeststellungsverfahren sieht eine Änderung der Straßenführung sowie ein Umbau des Bahnhofsvorplatzes vor. Die vorrangig geführte Straße soll demnach nicht mehr in Richtung Wollmatingen verlaufen, sondern in Richtung Waldsiedlung. Dies ist notwendig, um die Gemeindeverbindungsstraße in beide Richtungen zu öffnen. Ohne diese Änderung der Straßenführung könnte durch in Richtung Waldsiedlung abbiegende Fahrzeuge ein Rückstau auf die Schienen entstehen, wodurch die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Der neugestaltete Bahnhofsvorplatz soll Kapazitäten für Busse beider Linien bieten, sodass diese nicht auf der Straße halten müssen, wodurch es ebenfalls wieder zu einem Rückstau und somit zu einer Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit kommt. Zudem soll der Vorplatz eine Wendemöglichkeit für die Linie 204 bieten.
Aufgrund von Einsprüchen konnte das Planfeststellungsverfahren nicht abgeschlossen und der Umbau des Bahnhofsvorplatzes sowie die Öffnung der Gemeindeverbindungsstraße nicht durchgeführt werden. Dies führt nun dazu, dass bis zur Einführung des neuen Busfahrplanes zum 01.01.2020 eine provisorische Straßenführung eingerichtet werden muss. An dieser Stelle sei angemerkt, dass die Verwaltung in jedem Abstimmungsgespräch auf die Problematik hingewiesen hat und darauf drängte, dass die Gemeindeverbindungsstraße geöffnet wird.