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"Die Reiche Au" Schon der Wanderbischof Pirmin wußte, warum er im Jahre 724 nach Christus ausgerechnet auf der damals noch zugeqebenermaßen unwirtlichen Insel im Untersee sein Lager aufschlug und hier ein Kloster gründete. Dieses erlebte über drei Jahrhunderte eine außergewöhnliche Blütezeit. Noch heute zeugen die prächtigen Kirchen von dieser "Wiege abendländischer Kultur". Mit der "Reichen Au", was soviel wie reiche Insel heißt, mit ihrem fruchtbaren Boden und den ebenso reichen, sie umgebenden Fischgründen haben die Inselbewohner über die Jahrhunderte ein Kleinod geschaffen.
Heute ist die größte Insel im Bodensee mit ihren auf dem Festland liegenden Ortsteilen Waldsiedlung und Lindenbühl ein staatlich anerkannter Erholungsort und berühmt für ihre historischen Bauwerke, frisches Gemüse, Salate und die Weinreben, die Dank des milden Klimas hier bestens gedeihen, Verständlich, daß sich tausende Vögel aus ganz Europa das angrenzende Wollmatinger Ried, eines der größten Naturschutzgebiete Deutschlands, als Rastplatz auf dem langen Weg gen Süden aussuchen.
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